Kategorie: Marketing
07. Oktober 2019

Influencer – Stars der Neuzeit oder überbewertete „Nichtstuer“?

Doch zunächst gilt es zu klären: Was ist überhaupt ein Influencer?
Der Begriff Influencer kommt aus dem Englischen von to influence, was beeinflussen bedeutet. Ein Influencer ist also eine Person der Öffentlichkeit mit einer starken Präsenz sowie einem hohen Ansehen in den Sozialen Medien. Influencer werden auch als Meinungsführer bezeichnet, die als Sprachrohr von Unternehmen agieren und ihre Follower von Produkten oder Dienstleistungen überzeugen und begeistern sollen.

 

Influencer Marketing

 

Wo kommen diese Influencer auf einmal her?
Der Ursprung basiert auf einem herkömmlichen Marketingtool, dem des Testimonial-Marketing. Darunter verstand bzw. versteht sich die Kooperation eines Unternehmens mit einem Meinungsmacher, der mit seinem Gesicht für das Unternehmen wirbt und steht. Aus werbepsychologischer Sicht kann eine bekannte Persönlichkeit intensivere Gefühle wecken als ein Objekt, was sich bewiesenermaßen stärker auf die Rezipienten der Zielgruppe auswirkt, als normale Werbekampagnen.
In den 1760er Jahren trat die erste Form von Testimonial-Werbung in Person von Josiah Wedgewood auf. Ein Mitglied der englischen Königsfamilie, der damals für Keramik Geschirr warb.
Heute findet sich Testimonial-Marketing vor allem in TV-Spots, ein Beispiel hierfür ist die deutsche Fußball Nationalmannschaft, die seit Jahren für Marken wie Adidas, Mercedes oder funny-frisch wirbt.
Eine „Geburtsstunde" des Influencer Marketing gibt es demnach nicht. Der Zeitgeist erlaubt nur heutzutage auch Menschen, die weder große sportliche Leistungen erbracht haben, Filmstars oder Sänger sind, einen hohen Einfluss auf andere Menschen.

 

Influencer ist nicht gleich Influencer
Im Groben unterscheidet man im Marketing zwischen vier Arten von Influencern.
Nano-Influencer, die bis zu 10.000 Follower haben, pflegen dabei eine eher enge Zielgruppe, bei der sie eine hohe Glaubwürdigkeit genießen. Sie befinden sich in einer Nische und werben für kleinere Unternehmen.
Micro-Influencer, mit 10.000-25.000 Followern, sind meist Experten in einer speziellen Branche. Sie weisen einen hohen Grad an Interaktionen auf, da sie noch nicht zu „groß" sind.
Macro-Influencer dagegen agieren länder- bis kontinentübergreifend, weshalb sie meist auf englisch mit ihren Followern sprechen. Dies führt dazu, dass sie bei der Community an Glaubwürdigkeit sowie Nahbarkeit verlieren.
Zu guter Letzt gibt es die Gruppe von Mega-Influencern, unter die nur die top selfmade Influencer zählen. Ansonsten gelten eher Stars wie Schauspieler oder Fußballer als Mega-Influencer.

 

Sollte mein Unternehmen Influencer-Marketing betreiben?
Wenn man den Markt genauestens analysiert und für sich einen glaubhaften Influencer findet, der sich zu 100% mit der Brand identifiziert und zum Markenbild und für was die Marke steht passt, ist Influencer-Marketing ein sehr erfolgsversprechendes Marketingtool. 59% der deutschen Unternehmen betreiben mittlerweile Influencer-Marketing. Und dies aus gutem Grund. Die Kaufbereitschaft der unter 30-Jährigen liegt demnach bei durch Influencer beworbenen Produkten bei 76%. Als Gründe dafür nennen die Follower, dass sie durch Influencer inspiriert werden, sie ihnen vertrauen, wenn sie Produkte empfehlen und gerne die Rabattcodes nutzen, die Influencer bereitstellen. Auch das seit Ende 2018 eingeführte Gesetz zur Kennzeichnung von Werbung, und der damit verbundenen Unglaubwürdigkeit, dass Produkte aus eigenen Interessen vertreten werden, schreckt dabei nicht ab, und hat bislang keinen Einfluss auf die Kaufentscheidungen.

 

Möchte man allerdings mit einem 08/15 Influencer arbeiten, der einer Litfaßsäule gleicht und dessen Instagram-Feed kongruent zu den vielen Detoxtee-, Zahnbleaching-, Proteinriegel- und Handyhüllen-Influencern ist, wirft dies eher ein schlechtes Bild auf ihr Unternehmen, als dass es als Multiplikator einer Kampagne auf Social Media dient.

 

In der riesigen Social-Media-Landschaft gibt es aber tatsächlich einige gute, glaubhafte, inspirierende Menschen, die sich auf Instagram positionieren, und nicht für etliche verschiedene und teilweise in einer Branche konkurrierenden Unternehmen werben.
Ihnen eilt leider der Ruf der „schlechten" Influencer voraus, die in der Gesellschaft als „Nichtstuer" angesehen werden. Doch ihre Arbeit ist nicht zu unterschätzen. Ihr täglicher Content muss langfristig geplant werden, neue Foto-Spots müssen gescoutet und gefunden werden. Für Lifestyle-Blogger muss beispielsweise für jedes Foto ein neues Outfit her und man muss immer aktiv sein. Sie erarbeiten sich ihr Privileg für Brands zu werben und dementsprechend entlohnt zu werden. Doch Brands, die mit den angesprochenen 08/15-Influencern zusammenarbeiten, sollten dies nochmals genauestens überdenken und ihr Marketingbudget wohlmöglich sinnvoller einsetzen.

 

Du bist auf der Suche nach dem passenden Influencer? Komm gerne auf uns zu.
Wir erarbeiten gemeinsam eine Social Media Marketingstrategie mit dem perfekten Influencer, der ideal zu deiner Marke passt und deine Kampagne gewinnbringend zum Erfolg führt.

 

Let's influence!

 


Diese Webseite speichert Cookies auf Ihrem Gerät. Wenn Sie diese Seite weiterhin besuchen, erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Cookies in Ihrem Browser löschen
Diese Nachricht nicht mehr anzeigen.